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Die Tennisschule des Jahres steigt beim TCD ein.
Beim 23. Bundeskongress des Verbandes Deutscher Tennislehrer (VDT) und des Deutschen Tennis-Bundes (DTB) im Januar wurden Vilislav Vassilev und sein Trainerteam in München als Tennisschule des Jahres 2009 ausgezeichnet. Der 37-jährige Bulgare hat damit 80 Konkurrenten aus ganz Deutschland ausgestochen. Ab sofort steigt der 37-Jährige auch beim TC Donauwörth ein und will zusammen mit dem bisherigen Clubtrainer Alexander Rätz ein breites Angebot vom Kindergartentennis über den Breitensport mit Kardiotennis bis hin zum Leistungstennis bieten. In der Region ist er kein Unbekannter, denn von 1994 bis 2000 war er Trainer beim TC Bäumenheim. Markus Erdt sprach mit ihm über seine Ziele und die Auszeichnung.
Frage: Eine Ehrung, wie sie Dir jetzt zuteilwurde, bekommt man gewöhnlich für ein Lebenswerk, zumindest aber eigentlich erst nach langjähriger Tätigkeit. Warst Du nicht überrascht und welche Kriterien musstest Du erfüllen? Vassilev: Um in die engere Auswahl zu kommen, genügt es nicht, nur Tennislehrer zu sein. Eine Ausbildung zum Sportmanager ist ebenso nötig. Weitere Bedingung ist eine fünfjährige hauptberufliche Tätigkeit. Ständige Fortbildungen sind selbstverständliche Voraussetzungen. Dass ich als jüngster Inhaber einer Tennisschule diese Auszeichnung erhalten habe, daran hat natürlich auch mein hoch motiviertes Trainerteam großen Anteil. Frage: Wie lautet Dein Erfolgsgeheimnis? Vassilev: Andere Vereine bekamen in den vergangenen Jahren immer mehr Probleme, Menschen für den Tennissport zu begeistern. In Günzburg lebt dieser Sport. Das will ich mit meinem Team auch in Donauwörth schaffen. Nach 16 Jahren Erfahrung glaube ich, den Mittelweg gefunden zu haben, die Betreuung und Förderung so zu handhaben, dass alle Spaß daran haben und trotzdem viel dazuzulernen. Wir haben eine Brücke zwischen Breiten- und Leistungssport gebaut. Frage: Wie willst Du den Nachwuchs wieder vermehrt zum TCD bringen? Vassilev: Ständig neue Reize setzen und Perspektiven anbieten, das sind die Eckpfeiler einer funktionierenden Nachwuchsarbeit. Die Auszeichnung ist für mich Ansporn und Verpflichtung zugleich, den eingeschlagenen Weg Erfolg versprechend fortzusetzen. Ambitionierte Talente bekommen eine Plattform geboten, sich leistungsorientiert weiterzuentwickeln, auch weil ich seit drei Jahren vom Verband als Stützpunkttrainer eingesetzt werde. Frage: Wie lauten Deine Ziele für die nächsten Jahre beim TCD? Vassilev: Neben der Tatsache, Tennis in dieser Region für junge Menschen attraktiv zu machen, liegt es mir ganz besonders am Herzen, einige von ihnen für die Ausbildung zum Trainer zu begeistern. Das starke und bestens ausgebildete Team der Tennisschule „Willi“ ist mit viel Engagement bei der Sache. Mittlerweile nicht nur in Donauwörth und Günzburg, sondern auch beim TC Bühl, TC Pfaffenhofen und TC Ay-Senden. Dabei kommt zum normalen Übungsprogramm eine Rundumbetreuung für alle begeisterten Tennisspieler – unabhängig vom Können und Alter – bei zahlreichen Aktionen wie Turnieren, Freundschaftsspielen, Camps im In- und Ausland und gemeinsamen Ausflügen zu internationalen Events. Auf dieser Schiene werden wir weiterfahren. Frage: Welche Rolle spielt für Dich der TC Donauwörth? Vassilev: Der TCD war für mich immer ein Traum. Zu Zeiten von Marijo Vukusic habe ich oft vorbei geschaut und mir Dinge angeeignet. Ich sehe in dem Traditionsverein ein großes Potenzial. Ich und mein Team mit Alexander Rätz an der Spitze sind hoch motiviert und wollen den TCD wieder nach oben führen. Das geht nicht von heute auf morgen, aber auch Jahre gesehen, kann man hier bestimmt etwas aufbauen.
Weitere Infos und Rückfragen unter Telefon 0173/36 86 264 (Willi Vassilev) oder 0163/69 34 089 (Alexander Rätz) oder im Internet unter www.tennisschule-willi.de
Am Samstag, 1. Mai, präsentiert sich die Tennisschule „Willi“ auf der Anlage des TCD. Von 14 bis 15 Uhr wird mit allen Interessierten (auch Nichtmitglieder) Kindergartentennis demonstriert. Von 15 bis 16 Uhr steht eine Einheit unter dem Motto Leistungsstennis auf dem Programm, während von 16 bis 17 Uhr die Breitensportler unter anderem Kardiotennis ausprobieren können.
Markus Erdt
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